LYRIK POESIE DICHTUNG

Bücherverbrennung

Literamorgue

Bücherverbrennung 10. Mai 1933

Hab meine Hand ausgestreckt.
Die niemand nahm.
Wir aber gehen nach Hause.
Wo Räume stiller und Kaffee besser.
Wo keine Unterhaltung nötig.

Dich füllen meine Worte und Bilder.
Wie Feuer, heiß in Deinem Himmel.
Bücher flogen im Rauch - wie ziehende Vögel wie Schwarze Raben. Nur meine Tränen alleine –
Konnten nicht löschen.

Am zehnten Mai, dreidrei.
Drehst, wie mein Vers Dich nicht um.
So verschwunden, sprachlosstumm.
Meine Sterne sind hier unten.
Deine Sterne sind hier oben.

Blass und frierend im zehnten Mai.
Schatten der Ratten an Häuserwänden.
Sind wir noch im Feuer Daheim?
Während Mütter Kinder gebären.
Wozu frag ich, wozu brennt`s draußen?

Wir aber können nichts vergessen!
Nicht das Verbrannte, nicht das Brennen.
Weinend zerblutende Bücherverbrennung.
Dich füllen meine Worte und Bilder.
Wie Feuer: heiß in Deinem Himmel.



Aachen, 2005-01-18
© 2005 MANFRED H. FREUDE

9.5.11 18:24

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Briefkasten Heike / Website (13.5.11 10:45)
Da ist ja eine schöne Gedichtsammlung mit dabei und das gefällt mir gut.

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