LYRIK POESIE DICHTUNG

Satt

Genug der Worte, nun bin ich satt.
Vom vielen Reden endlich matt.
Man hat mir doch nicht zugehört,
es hat mir nur den Traum zerstört.

Genug der Worte, nun bin ich satt.
Die Ohren dröhnen mir schon voll.
Das mir der Hals schon überquoll.
Die glatten Reden sind zum kotzen.

Genug der Worte. Nun bin ich satt.
Der Mund ist voll. Der Magen leer.
Die Taschen geben auch nichts her.
Wenn alles aus, muss ich hier raus.

Genug der Worte, nun bin ich satt.
Die Hände greifen stets daneben.
Und werden nehmen statt zu geben.
Die Zeiten haben sich gedreht.


Manfred H. Freude
© 2003 Manfred H. FREUDE

4.4.11 18:39

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


h.maike opaska (20.2.14 00:59)
Dein Gedicht über das Sattsein spricht das in mir an, wovon ich überzeugt bin. Wir hören das Laute,- das was wir nicht unbedingt zu hören brauchen,- und wir gehen zu wenig sachte, um die feinste Laute zu hören.

Kompliment für dieses starke Gedicht.
Maike

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