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FREUDE

(ISBN: 978-3-86858-188-1<)
wurde bei Shaker Media Gedichte Top1000 test

FAZ Artikel

Du musst die Liebe zur Lyrik ändern?

Das sollte der Titel sein von Felicitas von Lovenbergs Einschätzung von Lyrik.
Da wird im Artikel zunächst geklärt, wer und wann wie viel Auflage bei Lyrikbüchern hatte. Das soll die Abschätzung von Qualität sein. So schön so gut, recht hat sie. Auch mein geliebter Dieter Bohlen ist der Auffassung, das man Erfolg nur an Verkaufszahlen messen kann. Da sieht der Herr Goethe zu seinen Lebzeiten schon sehr schlecht aus. Ein guter Verlag zeigt sich daran, welche hervorragenden Namen längst verstorbener er in seinem Verlagsprogramm hat. Da kann man nur sagen, viele Verlage verspielen gewaltig ihre Zukunft. Der Kommentar von Michael Lentz? Eine sehr gute Inszenierung, sehr gute Kulisse. Aber Inhalt? Inhalt ist doch recht wenig. Es bleibt dem Publikum überlassen, selbst zu denken. Dahin geht der Trend bei Schriftstellern, Germanisten, Dichtern. Aber seinen Namen schreiben kann der Lentz schon. Na, denn. Das ist doch schon mal was. Ich frag mich immer, wer fördert diese Leute? Man versucht hier deutlich, Markt zu machen. Das ist das gute Recht von Wirtschaftsunternehmen, wie Verlagen und Tageszeitungen. Aber schon die Ankündigung „der das Zeug zum Volksbuch hat“ zeigt doch, dass dieses Buch außerhalb einer Lyrik stattfindet. Einer Lyrik, das ist wie ich sie bezeichne nicht dieses Massenaufkommen von Gedichtbänden. Auch nicht die Abteilungen in Büchereien (vielleicht noch in Bibliotheken enthalten) dort findet sich nur populäre Lyrik wie die angesprochenen Kaleko, Fried und Hahn (meine Hochachtung). Aber man sieht auch nie das Lyrik in den Büchereien verramscht wird, das geschieht nur mit der großen populären Literatur. Ein Lyrikbuch ist eben etwas ganz besonderes. Das stellt der Bibliothekar nicht in seine Bücherei. Als Kenner liest er das unter seiner Decke.

Ich halte es schon für sehr bedenklich, wie man mit lebenden Künstlern umgeht, sowohl mit guten, populären, als auch mit unbekannten, stillen, schweigenden. Es hat doch viel mit Gentechnik und mit Auslese zu tun. Der Poet kann doch schreiben, was er will. Man begeistert sich nicht, man bemüht sich nicht, vielmehr lässt man sich zutragen, was zur Zeit - Mainstream, conventional, populär, gesund - ist. Man züchtet die Rose auf eine optimale Form. Das muss dann der Konsument annehmen, das wird schöngeredet. Der Dichter ist doch alleine, solange er sich nicht zum Hampelmann machen lässt.

26.2.10 14:15

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