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FREUDE

(ISBN: 978-3-86858-188-1<)
wurde bei Shaker Media Gedichte Top1000 test

Aachener Lyriker lesen am 30.10.2009 19:30 Uhr

Wir freuen uns sie am Freitag,
den 30. Oktober 2009 um 19:30 Uhr
im Haus der Dommusik auf dem Katschhof neben dem Rathaus und neben dem Aachener Dom
zur Lyriklesung einladen zu dürfen.
Es lesen Aachener Lyriker des Literaturbüros Aachen Euregio Rhein-Maas
Wir hoffen auf rege Teilnahme.

Es grüßt Sie freundlich

Wir danken ihnen bereits im Voraus!
Manfred H. Freude
52062 Aachen
________________________________________
Betreff: Lesung Liebe Freunde der Lyrik

Gleichzeitig bittet der Ausrichter
Das Literaturbüro Aachen um ihren Besuch, der Eintritt ist kostenlos!


1) Stimmbänderbrücken
2) Sprachen
3) Lauter Stimmen

Lesung 30.10.2009, Aachen,
Haus der Dommusik, Katschhof,
Manfred H. Freude



Stimmbänderbrücken

Aus Herzen getriebene Gedanken
Gerissen - vom Dornenstrauch
Verlegt zur Quelle deiner Augen –
(Werfe statt der Steine mehr Blüten)

Kehret um als Kinder
Es fängt an zu regnen
Gedanken, besänftigt zum
Aufseufzen dieser Herzen
Folgen auf Wegen des Atems

Es ist noch Blut in ihnen
Wollen wir wachen
An der Brücke des Aryknorpels

Sprachen,
aber ihr Sprechen war kein Sprechen.
Ihre Reden waren keine Reden.
Sie schwiegen.
Und es waren keine Worte;
Weder in ihnen, noch aus ihnen.

Sie verstanden genau!
Was sie verstanden,
stand auf ihnen geschrieben.
War ihnen eingeprägt
Als schweigende Inschrift.

Niemandes Sprache,
Die Kainesprache.
Trugen sie ins Feld
Um Furche und Furche und
An den Grenzen kehrten sie den Vers
vaterländisch. Wendeten sie den Pflug,
hoben die Steine.

Denn es lagen Steine in den Furchen
Und Worte fielen aus der Erde
und vom Himmel.

Widerworte von Reihe zu Reihe,
Vaterländisch.
Lauter Stimmen

Im unsagbaren, unaussprechlichen Schweigen
Halte ich volle Worte
In den Höhlen und Kammern
Der Serengeti für alles Denkbare

Geöffnet an Besuchstagen für Kritiker
Fallende Geräusche zu entziffern

Noch kann ich nicht nach deinem
Mund reden
Spreche geradeaus
Und dort steht’s – DU –
Wenn das Wort dich trifft
So still und undeutlich; andersartig

Was schweigt in mir?

Es denkt noch, ehe ich gedacht
Will reden, bevor ich wage zu sprechen
Mit Harmonie aus einem Reich
Das den Ton formt im Hals, den Klang

Schweigen macht die Sprache stumm
Bis sich ein schöneres Wort findet
Schreibt der Mensch für sich allein.
Wer liest, dass muss ein Anderer sein.

Trägt diese Stimme noch weit
Fragt uns nach den Worten
So still und undeutlich andersartig

Was schweigt in mir?

Es denkt noch, ehe ich gedacht
Will reden bevor ich wage zu sprechen
Mit Harmonie aus einem Reich
Den Ton, geformt im Hals, den Klang
Schweigen macht die Sprache stumm
Bis sich ein schöneres Wort findet
Schreibt der Mensch für sich allein.
Wer liest, dass muss ein Anderer sein.



Manfred H. Freude | © Manfred H. Freude, 1.09.2009 Nr. Lesung 30.10.2009
Von Manfred H. Freude www.gedichte-freude.blog.de www.freude/myblog.de

8.9.09 23:10

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