LYRIK POESIE DICHTUNG

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Alter: 58
aus: 5200 Aachen
 
Universität: RWTH in Aachen

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Bücher: Benn, Celan , Hölderlin, Bachmann, Heym, Neruda , Thomas,



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Quo Vadis Lyrik

Und da fällt mir, wie gerufen eine Lyrikpreisverleihung aus NRW auf den Tisch. Da singen sie wieder die Vögelchen (Nachtigallen) Preisträger, im Wettbewerb pxxxpoxxxy.2xxx „Und überall können wir singen…“ (Titel eines Gedichts von Marie T. Martin). Da werden wieder die Böcke zum Gärtner gemacht, und die Böcke stinken wie man weiß. Wie schreibt noch Anton G. Leitner in: Ein Artikel zur „Misere des zeitgenössischen Gedichts? dass stets dieselben Autoren von den gleichen Juroren ausgezeichnet würden, fügt Kutsch noch einen weiteren hinzu: Es liege die Vermutung nahe,“ und welche Vermutung, (die an Gewissheit drängt, wenn es nur zu beweisen wäre), das ein Jurymitglied seine Busenfreunde nicht im Stich lässt. Man kann eben doch nicht soviel essen, wie man kotzen könnte.

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Freude Autoren

Manfred H. Freude
Manfred H. Freude (*in Aachen) ist ein deutscher Philosoph, Lyriker, Essayist und Dramatiker.
Inhaltsverzeichnis
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• 1 Leben und Werk
• 2 Einzeltitel (Auswahl)
o 2.1 Gedichtbände
o 2.2 Monographien
• 3 Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)
• 4 Übertragung
• 5 Herausgabe (Auswahl)
• 6 Weblinks
Leben und Werk [Bearbeiten]
Manfred H. Freude
Kunst-, (Ästhetik-), Philosophie-, (Lyrik-), Sprachen-, Literaturstudium an der RWTH Aachen. Erste Gedichte 1968. Neuere Gedichte ab 2002; ab 2003 erste Internetveröffentlichung. Zahlreiche Veröffentlichungen, verschiedene Lyrikbücher; Siemens Projekt: Gedicht: „Zukunft“ Auflage 10 Tausend für Hochschulen und Gymnasien; Debüt 2005 mit Keine Genichte – Alles Gedichte, Gegenwartslyrik, weitere Bücher Denkheft und Schriftmal, Treibsand und Lianen, Mallorkinische Reise, Tödlicher Frieden, Alles aus einer Hand. Aufführung: Debüt öffentliche Bühnenaufführung in Koblenz, am Theater Konradhaus auf der Festung Ehrenbreitstein, mit Spiegel der Ideale; und im da Faust Arbeitswelten; Manfred H. Freude ist Projektleiter der Silbenschmiede, einer Einrichtung des Literaturbüros Euregio, Rhein-Maas, die jeden Monat eine Lesung veranstaltet. Lyrische Texte, Haiku, Zitate, Storys, Dramen, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik, Philosophische-, Poetologische-Essays- und Kunstgeschichtliche-Essays, intertextuelle Interpretationen; narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion; fragmentarische Erzählungen; Prosaminiaturen; Interpretationsübungen; u. a. Mitglied im Autorenkreis und Literaturbüro Euregio Rhein-Maas. Ich, der Betrachter meiner Gedichte. Ich glaube an das, was mich zum Dichten treibt. Projektleiter der Silbenschmiede des Literaturbüros Euregio Rhein-Maas Aachen, Mitglied des Literaturbüros Euregio-Rhein-Maas Aachen.

Persönliches:
Biografische Aufklärung darf nicht mit der existenziellen Welt, in der die Menschen eingetaucht sind, verwechselt werden. Meine Themen sind: Das tragische (nicht Dialektik) Bewusstsein, das sagende Schweigen in Schwaigen&Nichts, Eskapismus, Supervaluationismus, Extrem-Hermeneutik, Zorn als kreative Selbst-Motivation, Skeptische-Diskursphilosophie, Poststruktualistische-Dialogphilosophie. Wenn man Gedichte liebt, so muss man als Dichterfreund nun anders interpretieren als klassisch psychoanalytisch. Ein Dichter, Lyriker, ein Poetiker, ein Später Schreiber, nach getaner Arbeit. Umfangreich schreibt er Gedichte ( work in progress ). Unter den Poeten ist er ein Zehnkämpfer. Ab und zu muss ich mich auch an leichter Poesie des Alltags austoben, meint er. Schreibt leicht verständliche als auch hermetische Gedichte, Escapistenlyrik, Liebeslyrik, politische Gedichte, philosophische Lehrgedichte, Chormusikdichtung. Schreibt Reimlose Lyrik, in unregelmäßigen Rhythmen wie auch in strengen antiken Metren und Sonette. Er schreibt Essays, Dramen, philosophische Fragmente, Artistisch-konkrete und experimentelle Sprachmagie, Intertextuelle Interpretationen, Narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion, Fragmentarische Erzählungen und Prosaminiaturen. Gedichte mit moralischem Anspruch, anspruchsvolle Gedichte für eine andere, bessere Gesellschaft; gegen Pseudorealisten gibt es keinen Star keine Diva, keine Konkurrenten oder Konkurrentinnen. Teilweise geheimnisvoll, schwer zugänglich, dunkel. Ich verstehe es nicht und du verstehst es nicht und ich verstehe es doch auf unserer eigenen Ebene und wir wissen das wir es nicht erklären können wovon es spricht und berührt. Es verweigert jede außerästhetische Bestimmung ein mitempfinden von Leser und Gedicht. Betrachte das schöne Gedicht aber steig nicht ein, verzichte, respektiere das Werk und seinen Schöpfer erhaben, nobel. „… seine Gedichte zeichnen sich durch sensible, poetische Wahrnehmung des Alltags und durch einen liedhaften Ton aus. Sprachgenau hält sie Abschied, Unverständnis, Zurückweisung fest und bringt in stimmungsintensiven Bildern die Natur zum Sprechen …“ Zum Dichter wurde Manfred H. Freude vom Kaufmann (Handwerker – Verkäufer - Bürokaufmann) Inneneinrichter, Gestalter bis zum – Geschmack ist erlernbar - Bauhaus. Mit dem Kunststudium entdeckt er die Ästhetik. Als Kunstsammler die Werte. Mit Musik ( Lyrik ) - im Chor ist jeder grundverschieden, deviant, abweichend, hybrid, wie jeder Vers im Gedicht – eingedichtet - wie ein Chor. Mit Philosophiestudium erwirbt er das Wissen vom Nichtwissen und mit dem Lyrikstudium schließt sich seine kulturelle Kompetenz. Er sieht sich selber als: Zeitkritiker, Postromantiker, Sehnsucht nach Frieden. Seine Interessen: Gedichte, Kunst, Philosophie, Kultur, Musik. Sein Werk ist vor allem als Lyriker bedeutend. Er ist auf der Suche nach der Wahrheit, so auch in seiner Poesie.. Er wird oft als Dichterphilosoph bezeichnet, da viele seiner Gedichte sehr philosophisch waren. Die Worte für ein gutes Gedicht suchen wir täglich neu; und in täglich neuen Versuchen und Übungen finden wir die Worte, deren wahres Gehalt die Zeit bestätigt!

Stationen u. a. :
Kaufmann, Handwerker, Dichter, Dramatiker, Essayist, Unternehmensberater, Makler, Kurator, Rhetorik, Sprachbildung und Chorgesang. Kunst-, Musik-, Philosophie- und Lyrik. Angestellt und Gasthörerstudium an der RWTH Aachen, Philosophie, Kunstgeschichte, Sprachen + Literatur (Schwerpunkte Ästhetik und Lyrik); aktives Mitglied im Literaturbüro in der Euregio Maas-Rhein und dem Lyriktreff und Projektleiter der Silbenschmiede.

Arbeitsgebiete:
Gedichte, Gegenwartslyrik, Lyrische Texte, Haiku, Limericks, Zitate, Storys, Kurzgeschichten, Escapistenlyrik, Philosophische-, Poetologische-Essays-, und Kunstgeschichtliche-Essays, Intertextuelle Interpretationen; Narrative Experimente und Dokumente von Selbstreflexion; Fragmentarische Erzählungen; Prosaminiaturen; Interpretationsübungen; Schreibt über WORTE, über Gedanken, über Zeit und Zeiten, über Tod, Abschied und Einsamkeit und den WEG, – SINN - Liebe – Kunst – Vergänglichkeit – Politik – Hoffnung – Leben weit über 3.500 Gedichte und Prosa, Dramen und philosophische Texte;
Einzeltitel (Auswahl) [Bearbeiten]
Gedichtbände [Bearbeiten]
• Keine Gedichte – Alles Genichte (2005)
• Keine Genichte Alles Gedichte Werk Band 1 (2006)
• Tödlicher Frieden - Gedichte - Poesie der Ruinen - Nur die Zukunft sehen (2006)
• Mallorkinische Reise Gedichte (2006)
• Treibsand und Lianen - Gedenken und Bedenken Gedichte Werk Band (2006)
• Alles aus einer Hand – Lesung 2006 Haus der Dommusik Aachen (2007)
• Vom Hörensagen und Draufsätzen, Werk Band 4 (2008)
• Schlagwort & Dichterstreit. LYRIK GEDICHTE. Werk Band 5 (2009)
• Dichter im Gedicht. Lyrik Taschenbuch (2009)
• FREUDE Das dichterische Werk I, Freude beim Lesen von Manfred H. Freude 8 (2009)

Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl) [Bearbeiten]
• Axel Kutsch (Hg.), Versnetze. Das große Buch der neuen deutschen Lyrik, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008.
• Preisträger: CD für Schüler und Schulen Horicons 2020 CD Locando-Siemens Projekt: „Zukunft“ Auflage 10 Tausend;
• Mein Nietzsche, Ein Projekt des Nietzsche-Forums München. 198 Seiten Verlag Traugott Bautz GmbH, ISBN 978-3-88309-543-1;
Veröffentlichungen, Anthologien (Auswahl):
LuuP e.V. im Park Goethestraße 2003 und 2005, VDK Chor + Konzert Heft 3/2004 Nr. 116 - Chormusik; Literamus 27 – Älterwerden 3-88746-749-6; Buchanthologie: Ein Zeichen von Dir, - Liebeslyrik Liebesgedichte 204 Seiten, Juni 2005 ISBN Nr. 3-938607-25-4 Die Vielfalt unterschiedlicher Liebesgedichte, die der Band enthält: Nachtlicht eines schönen Abends, In Liebe So war die Liebe wie der Tag, Venus, Herz, fasziniert. Beziehungshumor, Leidenschaft, Erotik und stille, nachdenkliche Zeilen sind zu entdecken; Bundesgartenschau 2005; CD "Frühlingsgefühle- ein Sommernachtstraum" der Gruppe 4w. Text "Frühlingstrauminstinkte" interpretiert auf Hörbuchanthologie CD; Die Junge Akademie Berlin: Gedicht: „Welche Sprache spricht Europa“ bei Wanderausstellung Berlin; Sommerfelder Buchverlag Anthologie: Leben in der Großstadt; Okt.2005 Gedichtband „Beziehungsweise“ MBVerlag; 2005 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte ausgewählte Werke Band VIII, Gedicht: „Zeitsphären in memoriam G. Benn u. E. Lasker – Schüler“; OSTRAGEHEGE - Zeitschrift für Literatur und Kunst Gedicht „Eisloch“ MRZ 2006; Jahrbuch 2006 des Kunstraum für Lyrik, Anthologie „Jeder Friedensgedanke ein Gedicht“; Preisträger Anthologie Farbenfroh mb Verlag ISBN 978-3-9811136-6-2 € 12,95; Preisträger Anthologien Markus Ferst, Winterrast, Schwarzes Afrika und Gefüllte Artischocken - Erotische Geschichten ISBN 3-86703-528-8; Drachenblume Märchengeschichte; 2007 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte; Ausgewählte Werke Band X Gedicht: „Liebe der Nacht“; Brentano-Gesellschaft, Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts 2007, Gedicht: Zweiter Stock; Hölderlin-Gesellschaft engere Auswahl unter 9 für den Vortrag Hölderlin-Jahr 2008; Matjes, mild bis makaber, ISBN 978-3-00-027878-5 9,90 €; Versnetze_zwei, 2009 von Axel Kutsch, Verlag Ralf Liebe, Gedicht: Grenzfälle; Kunstraum-Lyrikwettbewerb, Jeder Friedensgedanke ein Gedicht, Frieden und Freiheit, mv-buchhandel Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat, Edition Octopus; Kulturhauptstadt2010, Gedicht Castrop-Rauxel; Versnetze_drei, von Axel Kutsch 2010 Verlag Ralf Liebe, Gedicht: Natürliche Zeichen; verschiedene Anthologien; Lange Lesenacht Leerzeichen Hochschulradio 2010, 2011 + 2012; Lange Lesenacht Leerzeichen Hochschulradio am 1.3.2014 übertragen; 2013 Anthologie Spuren aus 30 Jahren Literaturbüro Euregio Maas-Rhein ISBN-13: 978-3732281565; 2014 deutsch-tschechische Anthologie "Über den Dächern das Licht - Nad střechami světlo" ISBN: 978-80-7272-505-2, ISBN: 978-80-7272-506-9 (pdf), ISBN: 978-80-7272-507-6 (ePub); Frankfurter Bibliothek, Brentano Gesellschaft 2014 Gedicht: Meine Fenster schließe ich; Versnetze 9 Anthologie Axel Kutsch Verlag Ralf Liebe 2014; Buchhandlung Schmetz/Vennen, "Der "Aachener Kanon der Literatur" - 100 kostbare Tipps für Buch-Liebhaber" aus Aachen; Mein wilder Kampf gegen die Angst/ Korkuya Karşı Çılgın Kavgam deutsch/türkisch Lyrikanthologie/ Siir antolojisi, elifverlag, ISBN 978-3-9816147-4-9; Lyrikanthologie “Mein wilder Traum gegen die Zeit”Elif-Verlag ISBN: 978-3-9816147-8-7; Anthologie "worte im mond" Sperling Verlag Gedicht: Liebeleer und sprachlos; „Jahrbuch des zeitgenössischen Gedichts“ („Frankfurter Bibliothek 2015“) Brentano-Gesellschaft Gedicht: Meine Fenster schließe ich; Dichten Voor Water, I love Rotterdam, Stiching Aquarius editie: War, Peace and Beauty mein Gedicht Goud S.133; Bibliothek dt. Gedichte XVIII, „Nach dem Sommer folgt der Frühling“;

Übertragungen [Bearbeiten]
• Das Lied des Salomon
• Übertragungen aus dem Niederländischen Todeszug Ravensbrück hin und zurück und Gesang einer Nachtigall
DRAMEN [Bearbeiten]
• Spiegel der Ideale (Aufführung 2007)
• Faust Arbeitswelten (Aufführung 2008)
• Machina oder Die Rettung (Arbeitsbuch erschienen Shaker Media Verlag 2010)
• 1848
• Raub der Prinzen
• Dionysos Masturbation
• SAART Amok
Aufführungen: erste öffentliche Bühnenaufführung eines Kurzdramas: Spiegel der Ideale, In Koblenz am Theater Konradhaus auf der Festung Ehrenbreitstein 2007; 2008 Vorspiel zu Faust-Arbeitswelten; weitere Dramen: 1848, Machina oder die Rettung für 4 und 25 Personen, Prinzenraub bis zu 250 Personen; Diogenesmasturbation; weitere Literarische Lesungen


Herausgabe (Auswahl) [Bearbeiten]

Buchveröffentlichungen (Auswahl) :
manfred h. freude
im gesamten Bestand: Wissenschaftlicher Bücher, Philosophie, Lyrik, Germanistik, Theater, Herausgeber Autobiografien, Übersetzungen
- alphabetisch geordnet

1. 1848 Theaterstück ISBN: 978-3-8442-1590-8 Hardcover
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
2. Alles aus einer Hand ISBN: 3-86703-469-9
Freude, Manfred H.. - [Leipzig] : Engelsdorfer Verl., 2007
3. Beziehungsweise… Lyrik ISBN-10: 3737535558
57 Seiten Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2015
4. Blumenliebende, Lyrik ISBN: 978-3-7375-3746-9
52 Seiten Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2015
5. Das ganze Jahr ISBN: 9783844227185
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2013
6. Denkheft und Schriftmal ISBN: 3-939404-67-5
Freude, Manfred H.. - [Leipzig] : Engelsdorfer Verl., 2006
7. Dichter am Gedicht Edition Freude spezial ISBN-13: 978-3-86901-152-3
126 Seiten, Freude, Manfred H.. - Leipzig : Engelsdorfer Verlag
8. Die schweigenden Fische ISBN-13: 978-3-86268-239-3
141 Seiten, Untertitel: Edition Werk Band 7 - Lyrik & Dichtung 2010
9. DIOGENES Masturbation Theaterstück n. n. V.
10. ESKAPISMUSLYRIK ISBN: 978-3-8442-2180-0
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
11. FREIHEIT Ich bereue Nichts! Theaterstück ISBN: 978-3-8442-1590-8
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
12. FREUDE Das dichterische Werk ISBN 978-3-86858-188-1
2002 - 2006 Freude beim Lesen, Gebundene Ausgabe 2009
13. Freude des Bösen ISBN: 978-3-8442-1184-9 Hardcover
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2011
14. Gedichte vom laufenden Meter ISBN: 978-3-8442-1924-1
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
15. Gesang einer Nachtigall ISBN: 978-3-8442-5697-0 Hardcover
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2013
16. HIMMEL&HÖLLE Theaterstück ISBN: 978-3-8442-1736-0
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
17. Hinter dem Sprechen ist Nichtsz. Sprachphilosophie. ISBN: 978-3-8442-8916-9
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2014
18. Ich hörte Schweigen. Werk Band 8, ISBN-13: 978-3-86268-755-8
83 Seiten. Freude, Manfred H.. - Leipzig : Engelsdorfer Verlag, 2012, 1. Aufl.
19. In einem kalten Garten, Werk Band 9 ISBN-13: 978-3-95744-027-3
110 Seiten Freude, Manfred H.. - Leipzig : Engelsdorfer Verl., 2014
20. KATALOG alle Werke; ständig aktualisiert, bei Epubli
21. Keine Genichte - Alles Gedichte ISBN: 3-939144-41-X
Freude, Manfred H.. - Leipzig : Engelsdorfer Verl., 2005
22. II. Band 2015 ISBN-13: 978-3737533867 Berlin : epubli GmbH
23. KontraVerse zur Kontroverse 10 Jahre 2003-2013 ISBN Nr.: 978-3-8442-6693-1 Hardcover 828 Seiten 754 Gedichte Freude, Manfred H.: epubli, Sep. 2013
24. Lieder der Liebe 100 Liebesgedichte ISBN 978-3-86858-439-4
Verlag Shaker Media 2010
25. Machina oder Die Rettung Theaterstück SHM 00.000-0.00539
Rollenbuch Arbeitsbuch A4 März 2010
26. Mallorkinische Reise ISBN: 3-86611-189-4
Freude, Manfred H.. - [Mammendorf] : [Pro-Literatur-Verl.], c 2005
27. II. Band 2015 ISBN: Berlin : epubli GmbH
28. Meindichten, ISBN: 9783844252460 - 132 Seiten
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2013
29. Mit freudischen Grüßen ISBN 978-3-86268-460-1
59 Seiten, Freude, Manfred H.. - Leipzig : Engelsdorfer Verl., 2011
30. Parmenides Lied der Natur n. n. V.
31. Schlagwort & Dichterstreit ISBN-13: 978-3-86901-153-0
Freude, Manfred H.. - [Leipzig] : Engelsdorfer Verlag 2009
32. SCHWAIGEN & NICHTSZ Hardcover ISBN: 978-3-8442-1662-2
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
33. SCHWAIGEN & NICHTSZ Softcover ISBN: 978-3-8442-1887-9
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
34. SPIEGEL der IDEALE Theaterstück ISBN 978-3-8442-1530-4
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2011
35. Todeszug KZ Ravensbrück Hin und Zurück ISBN: 9783844238129
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2013
36. Tödlicher Frieden Edition Freude ISBN: 3-86703-111-8
Freude, Manfred H.. - [Leipzig] : Engelsdorfer Verl., 2006
37. Treibsand und Lianen ISBN: 3-939404-64-0
Freude, Manfred H.. - [Leipzig] : Engelsdorfer Verl., 2006
38. Unaussprechbarkeit; Seiten ISBN: 9783844238129
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2014
39. WAHRHEIT zur FREUDE - WAHRHEIT-DICHTUNG-PHILOSOPHIE
ISBN: 978-3-8442-2029-2 Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2012
40. Weihnachtsausgabe; jährlich aktualisiert, nur über Epubli
41. Widerwort und Widerstreit ISBN: 3-86858-365-3
Verlag Shaker Media Untertitel: Edition Werk Band 6 - Lyrik & Dichtung, 2010
42. Wieso es kein ICH gibt. ISBN: 9783844294200 88 S.
Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2014
43. Wunden des Daseins, Lyrik, ISBN: 978-3-73751-439-2
56 Seiten, Hardcover Freude, Manfred H.. - Berlin : epubli GmbH, 2014



43 Bücher, davon 25 Lyrikbände
Bestellung in jeder Buchhandlung, beim Verlag Shaker, Epubli und Engelsdorfer, im Internet und bei AMAZON; leihweise in vielen Bibliotheken in Aachen in der Städtischen Bücherei und RWTH Bibliothek, Lyrik-Kabinett München und Literatur Archiv Marbach in Leipzig, München, Dresden,
Erfurt, Bonn, Tokio und vielen weiteren.



• .
Weblinks [Bearbeiten]
• Blog: www.freude-autor.de
• www.freude/myblog.de
• www.gedichte-freude.de
• www.kulturtreff.blog.de, www.lyrikzeitung.blog.de, www.lyrik.blog.de
• www.autoren-blog.de,
• Literatur von und über Manfred H. Freude im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Manfred H. Freude • PICA-Datensatz )
• Manfred H. Freude bei E-stories, im Poetenladen
• Manfred. H. Freude

Personendaten

NAME Freude, Manfred H.
KURZBESCHREIBUNG deutscher Lyriker, Dramatiker und Essayist
GEBURTSDATUM 02.April 1948

GEBURTSORT Aachen


Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred.H._Freude“
Kategorien: Autor | Deutscher | Mann | Person (Aachen, NRW)

7.9.15 17:58, kommentieren

Heuschrecken

http://lyrik-gedichte.blog.de/

Der Heuschreck

Von Manfred H. Freude
Für Wilhelm Busch

Der Heuschreck aus des Tieres Reich
Dem sind die Menschen alle gleich

Doch wird das Tier mit Recht verkannt
Wenn man den Deutschen: Heuschreck nannt

Denn - wir wollen nicht vergessen
Das die Heuschreck alles essen


Ob sie Wohltat oder Plage
Das entscheidet nur die Sage

Und bei achter Plage Mose
Springt die Heuschreck aus der Dose

Aber eh man sich vergessen
War Ägypten kahl gefressen


Soll es Deutschland so ergehen
Was wir mit dem Heuschreck sehen

Alles kahl was hier gewachsen
Von der Maas bis weit nach Sachsen

Oh wie hört man Münthe klagen
Dieses Land hat viele Plagen

Will man einen Gegner nennen
Lehrt man ihn die Tiere kennen

Von den Braunen zu den Roten
Sind die besten nur die Toten

Dieses scheint ein leichter Spruch
Und man riecht ihn am Geruch


Ungeziefer und Insekten
Mit dem Hass zu den Verreckten

Plagen, Schrecken, Ratten, Schweine
Und der Unmensch hat das Seine

Ach wir hatten schon vergessen
Was gepredigt in den Messen


Sind die Herzen hart geworden
Gibt es Zeter und auch Morden

In den Psalmen nachzulesen
Wie es damals ist gewesen

Ach wie schlecht erzählt man hier
Von dem lieben armen Tier


Und an schönen Sommertagen
Zirpend sie im Grase lagen

Wie erfreut ist man beim Gehen
Eine Feldgrille zu sehen

Plötzlich springt sie einem weg
War dies doch ein Feldheuschreck


Und das Heupferd groß und grün
Ist ein wahres Ungetüm

Oh wie sprach doch einst der Wicht
Kauft beim bösen Heuschreck nicht

Doch der hat nichts zu verkaufen
Hat sich sicher nur verlaufen


Dieses Tier ist sichtlich arm
Kommt zur Plage nur im Schwarm

So ein Heuschreck wusste Luther
Dient dem Vogel gern als Futter

Wenn er zeigt an Waldesränder
Sich als guter Eiweißspender


In der Bibel gab es Plagen
Dieses kann man heut nicht sagen

Heute ist der Schreck von Nutz
Deshalb sei dem Heuschreck Schutz


Aachen, 2005-05-10
© 2005 MANFRED H. FREUDE

19.12.11 17:37, kommentieren

Wettbewerbsbegrifferkläung in aporetischer Methode

Wettbewerb mit Preisvergabe.
Eine Begriffswettbewerbserklärung, in einer aporetischen Methode.
Es gäbe keine Preisträger, wenn es keinen Wettbewerb gäbe. Wenn man also von Preisträgern hört, und von einer Jury, so muss man gleichzeitig von den Teilnehmern reden, die dann ohne einen Preis blieben. Welche durch die Teilnahme am Wettbewerb, selbst mit Preisträger und Jury, ein Teil der Notwendigkeit an einer Teilnahme des Wettbewerbs ist. Selbst der Veranstalter ist Teil des Wettbewerbs, sowohl der Jury als auch der Teilnehmer, insbesondere der Preisträger. Wenn man also von einem Preisträger hört, so sieht man zunächst den Preis. Wenn man aber den Preis als „nicht könnte, sein“ denkt, so erkennt man die Teilnehmer und durchschaut in wieweit ein Jurymitglied den Preisträger erkennt, statt zu erkennen, das es weniger um das materielle noch um das körperliche, also nicht um den Preis, und auch nicht über den Preisträger geht, vielmehr um das Geistige, welches zu preisen wäre. Eine Schande aber ist es, der Lobpreisung eines Preisträgers mehr anzuhängen, als dem geistig Geschaffenen. Eine Schande also, wenn der körperliche Preisträger, dem geistigen Wettbewerbsbeitrag vorgezogen wird. Also nicht einer künstlerichen Idee, wie sie geschaffen ist, den Vorzug zu geben. Das im Wettbewerb eingereichte Geschaffene, muss also gegenüber dem anderen Geschaffenen, besser sein, ohne Berücksichtigung seines Schöpfers, noch eines von einer Jury hineininterpretierten Hintergrundwissens. Der Preis wendet sich also demjenigen zu, dem es auch verdankt, das er zu preisen ist. Der Preis verliert hier an dem, was zu preisen ist. Unmöglich aber ist, das der Preisbeitrag, der Mehrheit von Jury, Preisträgern, Veranstalter noch den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen entsprechen kann noch an diesen ursprünglich teilhat. Nur das ist unser Preisträger, in dem wir erkennen, dass das von ihm Geschaffene, zu preisen ist, indem wir begreifen, inwieweit es sich von den übrigen eingereichten Wettbewerbsbeiträgen entfernt. Wieso der Preis nur sein konnte, wenn er nur zu preisen sei. Der Preis muss also ästhetisch dem Betrachter gefallen und nicht dem Preisträger oder der Jury. In erster Linie müssen die Nichtausgewählten die Wahl nachvollziehen können. Denn im Wettbewerb leben wir, bewegen wir uns, und sind.

© Manfred H. Freude
© 2011 MANFRED H. FREUDE


1 Kommentar 5.11.11 14:26, kommentieren

Denken und Vergessen

Denken und Vergessen


Von Manfred H. Freude



Dichter, um 1800, als Philosophen und Erzieher, lehrten uns nicht nur das Wissen und Denken, sondern dass, des Vergessenkönnens. Für Goethe hatten die Romantiker noch ein zu kurzes Gedächtnis und, selbst suizidgefährdet, glaubte er, wer das Erinnern nicht fälscht, kann nicht überleben, wer handeln will muss vergessen können. Sein Faust war geradezu eine Orgie des Vergessens. Eine besondere Fähigkeit unseres Denkens ist eben, nicht zu denken. Eine Zwangshemmung des Denkens. Nicht zu denken, dass wir denken. Das Denkbare ist bereits geschehen und gleichzeitig verstanden. Es ist nicht unbedingt sofort durch einfaches Nachdenken abrufbar. Die Formulierung lautet: dass wir beim Sprechen Vernünftiges voraussetzen. Demgegenüber steht die Frage nach den Absichten der Kommunikation. Es gilt den herauszufinden (Versuch), was der andere gemeint hat. Dies scheint nur scheinbar ein Widerspruch. Man kann nicht gleichzeitig etwas vernünftig sagen, aber andererseits auch nur daraufhin urteilen, was gemeint wurde. Dies ist aber beim Sprechen alltäglich. Scheint nur als ein Widerspruch. Es entsteht nicht der kleinste Ansatz, dass man nicht sprechen kann. Wer schweigt, staunt. So kann es doch passieren, das in zwei völlig unterschiedlichen Zeiten, an völlig verschiedenen Orten, zwei Dichter, ohne voneinander zu kennen, oder voneinander zu wissen, ein völlig identisches Gedicht dichten. So steht doch der Widerspruch der Behauptung, dass beide das gleiche Gedicht geschrieben hätten. Worin besteht nun der Unterschied zwischen beiden Gedichten? Das Gedicht scheint nur ein Gleiches. Wenn wir ein Gedicht haben, so haben wir vor uns Wörter. Eine Ansammlung von Worten. Diese Worte sind eine Reihe von Artefakten. Sie sind Fakten und als künstlich hergestellte Fakten, sind sie somit Artefakte. Mit dem Sprechen klettert man eine Leiter hinauf (sic). Das Problem dabei ist, wenn einer bereits sehr hoch auf der Leiter ist, und muss nun entweder von oben sprechen, was verständlich Probleme macht, oder er steigt herunter, was eine Verständigung erschwert. Er steigt förmlich aus seiner Höhle und muss doch wieder hinab. Es gibt Sprache diesseits der Rede oder jenseits, anders ist Sprache nicht, also Nonsens. Dass der Hörende „etwas anderes denkt als der Redende“ ist in einer wissenschaftliche Anforderung ausgeschlossen. Meine Theorie Schwaigen sagt aber, das der Hörende etwas anderes denkt, als er hört und der Redende redet, als müsste er das was er denkt, übersetzen. Der Redende denkt etwas anderes, als er redet. (Wenn der Redende während der Rede aus dem Fenster sieht, redet er weiter, obwohl er etwas anderes denkt) der Hörende denkt etwas anderes, als er hört. So klar und deutlich wie nur möglich ausdrücken. Diese Klarheit lässt eine größere Verständigung zum Redenden zu. Anderseits lässt dies weniger Spielraum für den Hörenden zu. Es ist so als würde das Essen vorher gequetscht. Es lässt sich leichter schlucken, aber man erkennt weniger, was vorgesetzt wurde, man schmeckt kaum noch Unterschiede und man hat nichts mehr zu kauen. Im Übrigen wäre eine wissenschaftliche Klarheit in der Quantenphysik wie auch in der Gettokanack möglich. Aristoteles Diktum heißt, dass nicht jeder Gegenstand ein gleiches Maß an theoretischer Präzision eröffnet. Der Philosophie der Sprache muss die Idee gegenübergestellt werden, dass bei der Verfolgung philosophischer Fragen, wir mit der Sprache beginnen und unseren Weg eröffnen. Meine Überzeugung ist, dass diese Haltung verantwortlich ist für die unfruchtbare Natur vieler zeitgenössischer analytischer Philosophie. Wenn wir mit Sprache beginnen und versuchen, ihren Weg nach außen zu arbeiten (uns zu äußern), werden wir nie außerhalb der Sprache treten. Was wir uns nicht denken könnten (Einhorn), das können wir uns real denken. Was wir uns real und klar denken können (Pferd), können wir uns nicht anders denken. Wir können uns also Marsmenschen in jeder Form vorstellen, wir können uns aber ein Dreieck oder einen Kreis nicht anders vorstellen. Selbst den Vogelflug können wir uns real vorstellen, da wir ihn wohl oft bereits im Traum miterlebten. Zukunft ohne Gedächtnis. Wozu noch Gedanken frag ich, wozu? Sprechen von Malen des Denkens. Erinnern? Woran frag ich, wozu? Immer dieses Nachdenken gegen alles Vergessen und Verinnern. Zukunft ohne Gedächtnis. Behalten wir aus unserer Kindheit. Die Türme stehen in Glut, die Kirche ist umgekehrt. Wozu noch Gedenken frag ich, wozu? Vor Freude vergessen wir alles bei einer Fahrt auf der Achterbahn. Selbst die Angst und auch den Schmerz und beide sind gerade bei der Freude stets gegenwärtig. Wenn wir uns bewusst erinnern, gegen das Vergessen, suchen wir einen würdigen Abschluss, ein letztes Abendmahl uns zu verabschieden und zu vergessen.

© Manfred H. Freude
Aachen,
© 2011 MANFRED H. FREUDE

2 Kommentare 30.7.11 10:52, kommentieren

Gedicht einer Katze

Gedicht einer Katze.

Miau
Miau Mio Miau
Mio Miau Mio

Miau Miau Mio
Mio Miau Miau

Miau Miau
Mio Mio

Miau Miau Miau
Mio Mio Mio
Miau Miau Miau Miau
Mio Mio Mio Mio

Miau … Miau
Iau … au ..u




© Manfred H. Freude
Aachen, 2011-07-22
© 2011 MANFRED H. FREUDE

2 Kommentare 22.7.11 14:44, kommentieren

Ehec

Ehec

Kann von den Computerviren Ehec übertragen werden? Man muss die Diskussion auf zynischer, kynischer Weise diskutieren.
Die Großkopferten treten jeden Tag neu auf und jeden Tag Neue auf und schieben sich gegenseitig Ihr Großwissen zu.
Leider haben sie lediglich Medizin studiert und haben nur wenig ahnung Fragebogen zu erstellen.
Bei solchen Problemen muss man keine Medizin studiert haben. Man muss Germanistik, aber insbesondere Philosophie studiert haben.
Die Frage bleibt im medizinischen Bereich (auch im politischen Bereich) eine genetische Frage.
Ehec ist egal und möglich. Genetische Wissenschaft ist egal und möglich.
Ein Salat (wie es die Patienten sagten) ist kein Kopfsalat.
Bei einem Salat im Restaurant werden auch Tomaten und Sprossen serviert.
Philosophische Aussagen sollen mustergültige Formulierungen für die Sprach- und Kulturwissenschaft sein und eine aporetische Wahrheit bieten.
Mediziner sind nicht in der Lage und nicht ausgebildet, eine Antwort zu geben.
Ein Mediziner, der bereits die Öffentlichkeit sucht, hat als Mediziner versagt.
Wie kann man sinnlose Diskussionen verhindern?

1 Kommentar 7.6.11 00:05, kommentieren

Bücherverbrennung

Literamorgue

Bücherverbrennung 10. Mai 1933

Hab meine Hand ausgestreckt.
Die niemand nahm.
Wir aber gehen nach Hause.
Wo Räume stiller und Kaffee besser.
Wo keine Unterhaltung nötig.

Dich füllen meine Worte und Bilder.
Wie Feuer, heiß in Deinem Himmel.
Bücher flogen im Rauch - wie ziehende Vögel wie Schwarze Raben. Nur meine Tränen alleine –
Konnten nicht löschen.

Am zehnten Mai, dreidrei.
Drehst, wie mein Vers Dich nicht um.
So verschwunden, sprachlosstumm.
Meine Sterne sind hier unten.
Deine Sterne sind hier oben.

Blass und frierend im zehnten Mai.
Schatten der Ratten an Häuserwänden.
Sind wir noch im Feuer Daheim?
Während Mütter Kinder gebären.
Wozu frag ich, wozu brennt`s draußen?

Wir aber können nichts vergessen!
Nicht das Verbrannte, nicht das Brennen.
Weinend zerblutende Bücherverbrennung.
Dich füllen meine Worte und Bilder.
Wie Feuer: heiß in Deinem Himmel.



Aachen, 2005-01-18
© 2005 MANFRED H. FREUDE

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Held mein Nachbar

Der Held - mein Nachbar
oder Der Tod des Nachbarn

Es war mein Nachbar. Ein hageres Männlein von schätzungsweise sechzig Jahren.
Er konnte sich nur mit Rollstuhl, Krücken oder Gehwagen innerhalb der Wohnung, der Etage oder wenn es hoch kommt innerhalb des Hauses bewegen.
Aus seinem Plattenspieler hörte er immer wieder die Lieder: ein Bett im Kornfeld und Weiße Rosen aus Athen.
Er hatte nicht viel vom Leben und der Tag war eingeteilt vom ambulanten Pflegedienst und dem Essen auf Rädern.
Eigentlich eine lustige Gestalt. Wenn er mit stark gekrümmten Rücken, den Kopf wie ein Truthahn nach vorne gereckt, in seiner Schlabberjogginghose und einem alten verwaschenen Pullover dahinschlich.
Und davon musste er einige Kombinationen besitzen.
Frisch gewaschen waren sie immer.
Vielleicht sogar ein bisschen zu verwaschen.
Das Haus war ein Mehrfamilienhaus. Hier wohnten etliche Familien und man grüßte sich freundlich. Sehr freundlich; freundlich aber bestimmt. So bestimmt wie abweisend.
Man sagte sich freundlich: „Guten Tag“, so das man genau wusste: bitte keine weiteren Kontakte. Wir haben unsere Arbeit und unsere Probleme, mit denen wollen wir alleine zurechtkommen.
Kontakte können wir uns nicht leisten und schon gar nicht in unserer Nachbarschaft. Nächstens bittet diese noch um Hilfe. Nein, so was konnten die im Haus nicht gebrauchen. Wozu gab es denn den Notruf und die Feuerwehr?
Mit all diesem musste sich der ältere Mann abfinden.
So oder so waren die täglichen Besuche des ambulanten Pflegedienstes die einzige Abwechslung des eintönigen Tages.
Auch einmal, wenn es gut ging, kam ein jüngerer, freundlicher Sozialdiensthelfer oder eine jüngere, wie er sie nannte Schwester. Gemeint war eine ambulante Krankenpflegerin.
Das war schon einmal etwas besonderes statt dieser überarbeiteten ständig mürrischen und ebenfalls über das gesamte Gesundheitssystem und das sich alles nicht rechnet klagenden älteren Helfer.
Aber es kamen hier auch selten Gespräche auf. Zuviel Schreibkram. Die Sozialarbeiter zogen nach ihrer Pflichtaufgabe den Block und machten zehn Minuten auf alle möglichen Vordruckformularen die Häkchen und Kreuzchen.
„Das muss so sein“ hieß es. Für die Statistik und fürs Abrechnen wie ein Pfleger sagte.
Das Leben war kein Zuckerschlecken und seine Schmerzen waren oft unerträglich groß.
In den Beinen, den Armen, dem Hals und besonders im Rücken. Er hatte ALS: Amyotrophe - Lateralsklerose.
Eine Krankheit wie man sie auch dem Papst oder dem Künstler und Maler Immendorf zuschrieb. Eine chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. Eine Schädigung der motorischen Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark. Muskelschwäche und Muskelschwund.
Alle Verrichtungen die von Händen und Armen ausgeführt werden, wie Tragen, Schreiben, Schneiden, Heben, Körperpflege und Essen waren für ihn erheblich erschwert. Angehörige die ihm helfen konnten waren wohl nicht oder auch nicht mehr da.
Auch hatte er bereits Sprachschwierigkeiten wegen des fortgeschrittenen Stadiums.
Daher war er auch auf Hilfsmittel und die ambulante Hilfe der pflegerischen Kräfte angewiesen.
Er war ein guter, netter und freundlicher Mensch.
Sein Name war Mark Rückern. Wie gesagt kaum Verwandte.
Ab und an lud er mich ein und wir unterhielten uns stundenlang und tranken. Ja trinken das konnte er. Dürfen durfte er es nicht, aber eigentlich durfte er ohnehin nichts, warum also sollte er noch leben?
Wir spielten Karten oder irgend etwas anderes oder er zeigte mir die neue Technik seines Computers.
Doch obwohl Mark Rückern die Annehmlichkeiten des Lebens nutzte, war er zeitweise sehr melancholisch und dachte im Ernst an eine Erlösung von dieser Welt. Über diese Erlösung hatte er auch schon klare Vorstellungen.
Auch einen gewissen Humor konnte man Mark nicht absprechen. Einmal erzählte er mir belustigt: er hatte einen Traum. Die junge Krankenpflegerin, die ab und an zu ihm kam, war in seinem Zimmer und zog sich völlig nackig aus. „Und“ fragte ich neugierig. „Ja“ sagte er: „ich konnte nichts machen. Ich war im Traum eine Stehlampe“.
Er hatte viel Spaß mich so reingelegt zu haben und ich gönnte es ihm.
Während er darauf folgend sofort wieder ernst wurde und wir kamen auf Platons Kriton.
Ich stellte mich auf Sokrates Seite. „Das macht man nicht so. Einfach so aus dem Leben fliehen.“ „ Sokrates flieht auch nicht, denn Ziel des Lebens ist es, laut ihm nicht, lange zu leben (das wollte Mark ja auch nicht unbedingt ) sondern, richtig zu leben.“ „Aber ist dies denn ein richtiges Leben“, fragte er mich „ Habe ich denn diese Wahl, habe ich irgendeine Wahl?„
Nicht über das wie und wann hat er gesprochen, aber ohne konkret zu werden, hat Mark doch genau besprochen das er sich wünsche, seinem Leben ein Ende zu bereiten und nur dies würde ihn glücklich machen.
Ich habe dies so akzeptiert und er hatte mich überzeugt.
Damit war diese Sache für uns erledigt und wurde nicht weiter besprochen.
An manchem Mittwoch brachte ich seinen Lottoschein (immer für mehrere Wochen) weg und Mark glaubte mit Sicherheit an das große Glück. Glück? Glück wäre nur wenn er wieder gesund wäre, aber das konnte ihm wohl kein Geld der Welt wieder herbringen.
Nur in dieser Woche, ja in dieser Woche, dieser einen Woche hatte Mark Glück unwahrscheinliches Glück. Er hatte einen Treffer von fünf Richtigen mit Zusatzzahl das war ein Batzen Geld. Als ich zu ihm kam, ich kannte ja seine Zahlen und beachtete sie auch, sah ich ein kleines Lächeln und ein geringes Aufrichten des Körpers. Aber dann wieder die gleiche Leere.
Unglück und Glück gehören halt zusammen.
Ob dies ein großes Unglück war ist nicht zu sagen, ein materielles Glück war sein Lottogewinn sicherlich.
Ein Tod – Glück oder Unglück? – wer weiß das schon zu unterscheiden? Auch der Tod kann in manchen Fällen am Ende Glück oder Unglück sein.
Inneres Glück aber bedeutet: sich geliebt wissen, geborgen wissen, angenommen wissen, sich heil und gesund wissen – aber das alles fehlte Mark wohl für immer.
Er wusste das er unglücklich war.
Er wusste aber auch das er nicht glücklich sein konnte.
Er konnte das Leben nicht ertragen ( Seneca )
Er konnte nicht ohne seine Angst leben ( Epikur )
Er konnte sich nicht vom Leid entfernen ( Buddha )
Er kannte kein Erfolgsglück ( Hegel )
Er kannte kein Gemeinschaftserlebnis, Ehe, Familie ( Platon)
Er fand auch keine Gnade als tiefste Zufriedenheit wie das christlich verstandene Glück ( das Christus vorlebte )

Er fand Glück per Zufall,
aber das Unglück war sein Schicksal.

Was sollte nun mit dem Geld geschehen?
Es war nur wieder ein Problem hinzugekommen.
Und der Tag darauf. - Ich sah bereits die Feuerwehr und Krankenwagen vor unserem Haus als ich nach Hause kam.
Was war fragte ich einen der Umstehenden der wohl alles beobachtet hatte. Ein behinderter Mann ist bis zur Dachluke hoch und hat sich dort heruntergestürzt. Peng. Einfach so. Hat nur geklatscht und Blut. Viel Blut.
- Ein Lächeln, ein leichtes Lächeln, das ich wohl kaum verbergen konnte ging über mein Gesicht.
Nun hat er es geschafft dachte ich, nun hat er seine Ruhe, seinen Frieden. Das hat er sich immer gewünscht und nun ausgeführt. Ein toller Kerl. Irgendwie musste ich ihn beneiden.
Und dann am anderen Tag stand es ganz groß in der Zeitung. Sogar mit Bild. Feuerwagen und Krankenwagen vor unserem Haus. Und seinem Namen: Mark R. , das Rückern hatten sie nicht ausgeschrieben, Schade.
Es war nicht zu glauben, nun war er nach seinem Tod auch noch für ein mal berühmt.
Wer konnte das schon für sich beanspruchen?
Ich grüßte ihn noch einmal indem ich ihm schrieb:

Dein letztes Wort: mach´s gut
Das du mir gabst als letzten Gruß
Gab ich zurück dir als du schliefst
Ich weiß nun bist du fort von hier
Doch weiter trag ich dich in mir
Und nimm dich mit durch´s Leben

Natürlich habe ich den Zeitungsausschnitt aufgehoben, gerahmt
und mir an die Zimmerwand aufgehängt, mit den Zeilen meines Gedichtes für ihn, meinem Nachbarn.
Dieser verrückte Kerl der es endlich geschafft hatte!
Ich war ehrlich Stolz.

2 Kommentare 5.4.11 16:23, kommentieren

Satt

Genug der Worte, nun bin ich satt.
Vom vielen Reden endlich matt.
Man hat mir doch nicht zugehört,
es hat mir nur den Traum zerstört.

Genug der Worte, nun bin ich satt.
Die Ohren dröhnen mir schon voll.
Das mir der Hals schon überquoll.
Die glatten Reden sind zum kotzen.

Genug der Worte. Nun bin ich satt.
Der Mund ist voll. Der Magen leer.
Die Taschen geben auch nichts her.
Wenn alles aus, muss ich hier raus.

Genug der Worte, nun bin ich satt.
Die Hände greifen stets daneben.
Und werden nehmen statt zu geben.
Die Zeiten haben sich gedreht.


Manfred H. Freude
© 2003 Manfred H. FREUDE

1 Kommentar 4.4.11 18:39, kommentieren

Vertrauen

Vertrauen.
Vertrauen ist das Wichtigste. Hatt er immer zu ihr gesagt. Ohne Vertrauen kann es keinen Halt geben. Vertrauen ist Schutz vor dem Rutsch ins Bodenlose. Das waren seine letzten Bemerkungen. Er konnte sie auch immer festhalten. Mit sicherem Griff und mit beiden Händen, die eine links, die andere rechts, hielt er sie mit festem Griff und zog sie hoch. Man sah auf den ersten Blick, dass beide nicht zusammenpassten. Ihr Umfang war wesentlich größer als seine Hüften. Irgendwann hatte er sich aber in den Kopf gesetzt, dass sie es miteinander versuchten. Vertrauen gegen Vertrauen hatte er gesagt. Auch wenn die anderen feststellten, dass sie nicht zusammenpassten. Hatte er oft versucht, diesen Unterschied zu ändern. Viel können wir da nicht machen hatte man ihm gesagt. Und, das wird einiges kosten. Da suchen Sie sich besser eine Neue. Doch er wollte nicht. Hatte sich nun einmal in den Kopf gesetzt, Diese oder Keine. Wir werden den Gürtel noch enger anziehen, hatte er gesagt. Und von Sicherheit, die er über seinen Schultern trüge, hatte er gesprochen. Sie vertrauten beide darauf, auf Gürtel, Sicherheit und Schultern. Aber die Gesellschaft fand es doch sehr sonderbar. Ein ungleiches Paar sagten sie. Irgendwie passt die nicht zu ihm. Und die Beine sind auch zu kurz. Und wie sie glänzt, und alle Falten. Es war der Tag, an dem er sie von der Reinigung abholte. Sie waren alleine und er wollte es noch einmal probieren. Vertrauen gegen Vertrauen, hatte er gesagt. Als er sie hochzog hielt er sie fest. Mit beiden Händen. Wie so oft, die eine links, die andere rechts, mit festem Griff. Doch als er plötzlich losließ, lag sie da, zu seinen Fußen. Siehst du, hatte er gesagt, und ich habe dir vertraut. Es ging einfach nicht, lag es an ihm oder lag es an ihr? Sie war einfach zwei Nummern zu groß. Da half auch kein Vertrauen. Vertrauen konnte er nur langsam wieder aufbauen. Er zog sie wieder hoch und befestigte wie üblich seine Hosenträger. Dann zog er den Gürtel zur Sicherheit durch die Schlaufen und zog ihn fest. Der Gürtel und zusätzlich die Hosenträger gaben ihm das Vertrauen zurück, das die Hose sitzt, obwohl sie eigentlich Nummern zu groß war.




© Manfred H. Freude
© MANFRED H. FREUDE

1 Kommentar 4.3.11 17:11, kommentieren

Zeitaktuelles Gedicht

Weiß hier jemand,
Wovon ich spreche?
Kennt jemand diese Geschichte,
Vom Lügenbaron?

Wo wortlos die Richter
Und wo sprachlos das Volk.
Bewacht alle Plätze,
Von Anrufbeantwortern
Warteschleifen.

Während die Unfruchtbaren
Schwanger werden.
Gibt man den Schreienden Milch.
Während die Frösche sich
Störche halten, als Aufpasser.









© Manfred H. Freude
Aachen, 2010-03-02
© 2011 MANFRED H. FREUDE

Lyrik zeitgemäß

1 Kommentar 2.3.11 15:07, kommentieren

Was kann morgen schon geschehen?

Was kann morgen schon geschehen?

Wie soll es morgen weitergehen,
was wird denn morgen sein?
Werd ich schon früh am Waschtisch stehen,
oder breche ich heute mir noch ein Bein.

Wann fängt für mich die Zukunft an?
Ist das schon heute Nacht,
oder beginnt sie morgen früh,
wenn ich gerade aufgewacht?

Die Zukunft hat schon gleich begonnen,
ich halt die Uhren alle an.
vielleicht habe ich in der Lotterie gewonnen,
obwohl ich gar nicht spielen kann.

Statt laufen wäre ich gekrochen,
dann könnte mir auch nichts passieren.
Hätte ich beim Pinkeln was gebrochen.
dann könnt mir winters nichts erfrieren.

Zum höchsten Punkt da will ich hin,
will sehen was das Wetter bringt.
was werden könnt kommt in den Sinn,
wenn alles um die Zukunft ringt.




************************* Autoreninfo ******************************
Manfred Hubert Freude

1 Kommentar 20.2.11 17:00, kommentieren

Wenn du am offenen Grab

Wenn du am offenen Grab
01/2003
Wenn du am offenen Grab
stehst und weinst und wenn du klagst,
warum, wieso,
er aber lässt alles hier,
selbst Erinnerung und Zukunft.

Wie glaubst du,
das sich Träume
verwirklichen können?
Das deine Zeit in ein Glas gehört?

Wie viel Gläser Zeit verbraucht dein Leben?
Ein Glas, einen Tropfen?
Ein Glas, einen Teelöffel?
Eine Tasse, ein Schluck?

Wenn der letzte Tropfen verdunstet,
musst du sterben oder ertrinken.
Die Sonne gibt dir Kraft,
aber verbraucht den Saft.

Die Nacht bringt Kühle und
der Morgen schenkt dir einige Tropfen zurück.
Die großen Sterne sind dir nah.
Die kleinen Sterne sind dir fern.

Wenn du zu den offnen Gräbern gehst,
Klatsche in die Hände.
Dein Auftritt.
Du Lebst.
Erinnere dich.
Dann geh zurück,
in deine Zukunft.
Lerne das Leben kennen,
und achte den Tod.

1 Kommentar 12.2.11 11:31, kommentieren

Philosophieren

Man muss philosophieren. Wir leben in der verrücktesten aller Welten!
Ein Beispiel. Wir machen mit allem unserem technischen Fortschritt, Geräusche, dass uns die Trommelfelle platzen. Nun entwerfen wir Autos, die fast keine Geräusche mehr machen. Die Vorderung von Blinden ist nun, diesen Autos Geräusche zuzufügen. Die Vorderung ist berechtigt, aber es zeigt dieses Dilemma, diese Apologie, diesen Widerspruch. Man sieht hierbei, dass sich keine natürliche Entwicklung vollzieht, vielmehr jeder Verstand und damit jede Vernunft aussetzt. Man sieht, dass es nicht mehr auf Wahrheit ankommt, vielmehr nur auf Nutzen und den für jeden. Das ist wissenschaftlich gesehen richtig, wird sich aber eines Tages rächen und die Wissenschaft plant bereits Fluchtmöglichkeiten zum Mars. Meine Erkenntnis hieraus ist diese, dass man garnicht anders als philosophieren kann. Man muss philosophieren. Gerade weil man erkannt hat, dass es nicht möglich ist, weiter zu philosophieren, weil man sich einig ist, dass Philosophie finanziell keinen Nutzen bringt.

1 Kommentar 11.2.11 13:55, kommentieren

Wer nicht weiß

Wer nicht weiß

Wer nicht weiß woher er kommt
- noch nicht weiß wo er nun steht
Wer noch nicht weiß wohin es geht
- für den ist es ohnehin zu spät!

Wer nicht erkennt mit welcher Last
- noch nicht erkannt was er verpasst
Wer noch nicht geliebt und nicht gehasst
- für den heißt es stets, aufgepasst!

Wer nicht geschaut was stets verborgen
- noch nicht gefühlt den Sommermorgen
Wer noch nicht sein Glück geborgen
- für den bleibt weiter nichts als Sorgen!

Wer nicht gedacht was nie gesagt
- noch nicht weiß was ihn geplagt
wer noch nicht denkt dass es nichts gibt
- für den zählt nicht, dass man ihn liebt!

© Manfred H. Freude
© MANFRED H. FREUDE

1 Kommentar 9.2.11 23:31, kommentieren

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Afganistan - ALLES GEDICHTE POEM LYRIK POETRY POETIK
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Manfred H. Freude Geboren in Aachen wo er bis heute lebt, als Dichter, Dramatiker und Essayist. Studium der Kunst, (Ästhetik), Philosophie, ...
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Wahrheit

Wahrheit
Von Manfred H. Freude
Die Philosophie sucht nach (der) Wahrheit - und hat bis heute nur eine vage Menge, miteinander streitender, Wahrheiten gefunden. Jeder Mensch hat jede Menge Wahrheit und jeder verkörpert objektiv seine eigene Wahrheit. Zwischen Wahrheit und Wahrheit besteht eine tiefe Kluft die zunächst unüberwindbar scheint. Aber es scheint auch nichts zu geben, was das menschliche Gehirn nicht überwinden könnte. Die Wahrheit ist also lediglich das, was wir selber denken. Aber Achtung, nicht das was wir denken zu denken, sondern das was wir nicht wissen, das wir es wissen. Alles was wir reden und ausdrücken ist schon nicht mehr wahr, weder für uns, noch für den Anderen der das Gesagte erst einer Prüfung unterzieht. Wir können es allerdings für wahr halten, oder es für wahr ausgeben, oder noch soviel dazu erzählen, dass es anscheinend wahr sein könnte. Wir könnten ein Buch darüber schreiben und so gesehen sind alle Bücher irgendwie Romane. Der Schriftsteller hat die Handlung so oder so schon erlebt oder einmal gehört und sie scheint wahr zu sein; aber seine Geschichte ist natürlich völlig frei erfunden und an den Haaren herbeigezogen. Selbst ein performativer Akt ist niemals wahr und eine Handlung, wie eine Eheschließung, ist nur aufgrund konventioneller, kultureller Vereinbarungen bindend wahr. Wir dürfen dann einfach nicht denken. Sobald wir denken, müssen wir erkennen, das eine Hochzeit nur Firlefanz ist, so wie wir das Tragen des Kopftuches oder verschiedene Beerdigungsriten nicht verstehen können. Alle Dinge die wir aussprechen, nehmen wir aber aus guten Gründen für Wahr. Boris Groys der das Buch über die Einführung in die Antiphilosophie schrieb wurde in Ost-Berlin geboren. Hier musste ihm doch wohl schon aufgefallen sein, dass für West-Berlin eine völlig andere Wahrheit galt. Was ist das überhaupt, ein Anti? Sitzen alle im gleichen Boot und sind dann Antiruderer oder was? Kommt Groys am Ende doch zu keinem Ergebnis, was die Antiphilosophie ist, so gibt es zwei Wahrheiten. Erstens, er schrieb ja nur eine Einführung in die Antiphilosophie oder zweitens im fiel auch bei seinen Recherchen keine weitere Lösung ein, es gibt eben eine Philosophie und eine Antiphilosophie. Wie beim Parmenides gibt es das eine das ist und das eine das nicht ist. Doch dessen Göttin behauptete schon, die Menschen sind blöde, weil sie MEINEN mit WISSEN verwechseln. Nun gibt es aber eine Lösung für Herr Groys. Das ist nicht die ungeschriebene Leere des Platon, über die man nicht schreiben könnte, und auch nicht Wittgensteins, worüber man nicht reden kann, davon müsste man schweigen. Es ist das, was in der Weiterentwicklung der Kantischen Vernunft, oder besser in deren Entwicklung, sowie in den Sprachtheorien Wittgensteins, Austins, Russel, zu kurz greift. Man besitzt die beiden Möglichkeiten, entweder man redet oder man schweigt. Man könnte in jeder Form Wahrheit herausholen. Die Philosophie ging dahin, das sie auf der anderen Seite das Schweigen als ein Reden interpretierte und das es eine nennen wir es Letztbegründung oder besser nur X, nicht gibt und darüber kann man auch nichts aussagen. Diese Konsequenzen kann man heute nicht mehr so halten! Lassen sie es mich so sagen: Wir sagen nie etwas ganz. Alles was wir sagen oder nicht sagen ist nichts. Die Wahrheit kennen wir letztlich wie o. a. selber nicht. Wir schreiben ein Buch, sagen wir über Antiphilosophie, wir wissen hierüber sehr viel und können sehr viel schreiben. Aber wir wissen eigentlich nichts und was viel interessanter ist, wir sagen und schreiben auch nichts, denn wir müssen uns diese Sätze selber interpretieren und der Leser (Was wir womöglich auch noch beabsichtigen) muss aufgrund unseres Buches seine eigenen Gedanken machen. Selber interpretieren und denken. Das heißt, wir können mit einem Wort, einem Satz, oder einem Buch eigentlich nichts anfangen. Es sagt uns Nichts, es ist wie eine Erfurter Raufasertapete. Erst wenn wir uns damit beschäftigen, unser Vorwissenherauskramen, weiter informieren können wir aus den Brubbeln auf der Raufasertapete einen Sinn entwickeln. In dieser Zeit aber entsteht eine zeitliche Differenz, von Sekunden bis zu Jahren. Diese nenne ich Schweigen (Schwaigen). Wir können selber nicht erkennen, was wir sagen, wir müssen es interpretieren. Boris Groys erklärt es dahingehend, dass es zweieiige Zwillinge sind, die Philosophie und die Antiphilosophie. In jedem Ding steckt auch das Antiding, wie auch in jedem Reden das Schweigen implizit enthalten ist. Es ist aber das, das beide vom gleichen Stamm sind, eine geniale Metapher. Das Reden ist nämlich das Schweigen! Sowie das Hören ebenso das lautlose Nichts ist! Und doch entsteht aus Beidem, aus Schweigen und aus Nichts, so etwas wie Denken und Welt, mit allem was der Fall ist, ein steter Nachschub im Warenhaus der Ideen. Wahrheit ist was der Fall ist, Wahrheit hat man nicht und sagt man nicht, Wahrheit muss man erst erkennen durch Prüfung. Es ist nach Austin nicht so, das unsere Sinne getäuscht wurden, wenn wir etwas falsch erkennen, als vielmehr haben unsere Sinne etwas falsch erkannt! Wir glauben wenn wir etwas wahrnehmen, das wir es Wahr nehmen, weil wir es erkennen. Wenn wir aber als ein Beispiel das hierhin passt, das Wort hermeneutisch so lesen, als hätten wir hermetisch gelesen. Wir haben uns also einfach verlesen. So gehen wir davon aus, dass dieses falsche Wort, richtig war. Wie können wir dann erkennen und sagen, das Richtige Wort sei wahr, wenn wir nicht einmal sicher sein können, dass wir uns nicht verlesen haben? Wir können also niemals sicher sein, ob wir das Richtige sagen. Wie können wir dann ernsthaft etwas sagen? Alles was wir sagen muss unser Verstand erst einmal prüfen, ob und wie, wir etwas Wahr nehmen. Das Wahre ist ständig im Streit zwischen Schweigen und Nichts. Der Augenzeuge hat etwas gesehen, aber das was er gesehen hat sind nur Sinnesdaten und er kann sprachlich nur aus diesen Sinnesdaten schöpfen. Alle Menschen sehnen sich nach einem wahren Wort. Aber, sie wissen im Grunde ihres Herzens, sie werden es nicht finden! Es gibt kein wahres Wort! Wir belügen uns immer, aber wir leben gut damit. Wir erkennen Wahrheiten über unsere Sprache hinaus. Wir bleiben alle immer Sklaven. Jeder Mensch auf der ganzen Welt braucht dieses Buch! Keiner kann sinnvollerweise sagen, das er es nicht braucht. Man müsste ihm sagen, er rede Unsinn. Warum? Das steht alles im Buch, aber wenn er es nicht gelesen hat, ist er auch nicht glücklicher, er weiß dann auch nicht, dass er Unsinn redet. Vor allen Dingen weiß er nicht was hier Schweigen und Unsinn bedeutet. Aber das hieße ja, das im Buch auch alles „Unsinn“ stände. Im Sinne des Buches ja, den Sinn den versuchte der Verfasser zu vermitteln und den wahren Sinn, den gibt der Leser seinem Sinn hinzu, das ist die Erkenntnis diese Buches. Wer aber sagt, das hätte er schon immer gewusst, der hat sich noch nicht seinen nächsten Satz betrachtet. Wer mein Buch: Schweigen und Nichts gelesen hat, kann zu jedem sagen: Ich habe dich nicht verstanden. (Sollte dieser aber antworten, in dem er ihn für dumm erklärt, müsste man allerdings erwidern, er habe nur Unsinn geredet.) Adam glaubt auf der Wiese ein Schaf zu sehen ist der Satz wahr oder nicht wahr. Eine Lösungstheorie des Problems heißt, es gibt keine sinnvollen wahren Sätze, es gibt nur einfach Sätze, es besteht keine Frage von Wahr und Falsch, eine Behauptung kann man nur Falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Die Aussage: dort auf der Wiese steht ein Schaf ist dieser Satz Wahr oder Falsch ist keine Frage; es ist kein sinnvoller Satz in Vertretung dieser Frage Das ist pro Nase und immer wie beim Schöpfer: das Lachen (das Lachen ist immer einzeln, nicht wie weinen, niesen, hören, sehen, sprechen usf. die immer noch ein Zusätzliches z.B. das Denken voraussetzen) ist das überall und immer, immer nur einzeln, hier und dort, nicht gleichzeitig beim Frager und beim Objekt. Eine Theorie lautet, es besteht keine Frage von Wahr und Falsch, die Feststellung ist nur ein leerer Satz, eine Behauptung kann man nur falsifizieren, eine Verifizierung ist nie möglich! Die Aussage z.B. dort steht ein Schaf, bedeutet nichts und fordert nicht zu einer Lösung heraus, es ist einfach nur ein Satz (Austin, Wittgenstein). Sollte man die Frage stellen: ist dieser Satz wahr oder falsch, setzt dies schon ein Nachdenken und im Grunde auch eine Antwort voraus. d.h. sage ich: die Antwort ist wahr, so stelle ich wiederum eine Behauptung auf, die gleichwohl sinnlos ist und keine Beantwortung erfordert, weder besteht ein Wahrheitsanspruch, noch ist dies ein sinnvoller wahrer Satz. Man kann diese Frage oder Aussage nur durch ( Popper ) falsifizieren, beantworten; d.h. ich kann nur feststellen das oder ob die Behauptung falsch ist. Niemals das sie richtig ist. Auch dann nicht wenn ich alle Möglichkeiten von Falsch ausgeschöpft habe. Beispiele: Die Aussage z.B. dort steht ein Schaf. Dies ist ein sinnleerer Satz. Ohne Sinn dahingehend, wenn ich frage, ist er wahr. Es ist nur ein Satz (Wittgenstein). Wenn ich wissen will ob er wahr ist muss ich die Frage stellen: ist er wahr, das wäre ein anderer sinnloser Satz der nur zu beantworten wäre wenn ich überprüfen würde ob der Satz falsch wäre, also prüfe ob es kein Schaf ist. Höre ich eine weitere Aussage: Auf der Autobahn A4 gab es einen Toten. Dieser Satz ist sinnlos, sie erkennen es dass er keinen interessiert. Er interessiert erst wenn ich weiß, Herr Adam war auf dieser Autobahn unterwegs. Nun kann ich immer noch nicht sagen dass der Satz wahr ist, ja ich könnte nicht mal sagen er wäre wahr wenn ich wüsste es wäre Herr Adam. Um die Frage korrekt zu beantworten suche ich den Fehler, d.h. ich rufe Herrn Adam an, weiß nun es ist nicht Herr Adam und keine weitere Frage ob der Satz wahr oder falsch ist. Ein weiteres Beispiel: Der mit den 5 € in der Tasche bekommt den Job: Er macht die Aussage und weiß er hat 5 €in der Tasche. Für sich braucht er nicht die Frage wahr zu stellen, er weiß ja, er hat. Genauer müsste er sich die Frage nach Falsch stellen, es könnte ja sein er hat ein Loch in der Tasche. Seine Frau kann ja ebenfalls nicht fragen wahr oder falsch, sie glaubt ja ein anderer hat die 5 € in der Tasche. Wahr Im Tod sind alle Menschen gleich und Mann und Frau im Leben So wird ein Kind und Tier und Wesen im mörderischen ruht der Mensch Und sind sie gleich wie Mann und Frau So wie im harten Kampf und Folter Zum Himmel riecht verbranntes Fleisch das Kreuz ist gleich für alle Opfer Und wessen Herz nicht hart geworden der hat noch keine zeit gelebt wer mit dem Grundschrei wird geboren der hat Gewalt bereits gespürt Im Tod sieht man des Tigers Auge bei dem das Leben wurde verschlafen für des Lebens letzten Wille steht die Frage ob alles wahr Vom WAHREN SINN DES LEBENS. Wenn die Zwerge Schatten werfen bei tiefer Sonne, treibt es die Riesen aus ihren Hütten, wieso kann ein Sorgloser nicht auch ein Schmuckstück finden in hohem Gras? Niedrigkeiten sind stets vom Höchsten. Wenn ein Apfel fällt drei Straßen weiter vom Baum, in einen gepflegten Vorgarten, baut eine einzelne Schwalbe ihr Nest nur den Sommer, den kann sie nicht bringen, Artig das Einzige zu beginnen. Wenn ein Spatz unter ausgereckten Armen, die hochgehobene Hand, nicht kann finden, wird sich die Taube nie in die Lüfte bewegen. Wenn alle Dächer voller Raben sitzen. Größer ist, die Hand zu beseitigen. Wenn in den Tollhäusern der Geschichten, die alten Märchen gesungen werden, die Reime und Fabeln der Philosophen, dann ist endlich die Zeit gekommen, wo alle angetrunken sind vom wahren Sinn des Lebens

| © Manfred H. Freude, 10.10.2009 Nr. 33

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Wissenschaft ist ein Geschäft

Eine Wissenschaft ist ein Geschäft wie jedes andere, und nur ein zählbar erfolgreiches Geschäft ist ein Gutes. Diese immer wiederholte und dennoch äußerst falsche These wird von den Technikern gerne benutzt. Wo liegt ihr Erfolg? Ist ihre Technik brauchbar oder für allezeit gültig? Schnell hat sich Technik überholt: Windräder statt Atomkraft. Mit einem Federstrich vom Tisch. Und mit diesem Federstrich sind wir Celan schon ein ganzes Stück näher vorgerückt. Natürlich bestimmen die Gedanken (der Dichter) in den Köpfen die Technik, sowohl was, wann und wie „es“ funktioniert. Es drängen sich einem Fragen auf, ständige Fragen, die man nicht beantworten kann. Das stellte Kant fest er stellte aber auch fest das sich die Dinge und Begriffe selbst beweisen lassen wie auch ihr Gegenteil. Ebenso über das, was zu leisten ist und was nicht. Über die eigene Vernunft nachdenken, diese Doppelheit, äquivok der Selbstreflexion, ist eine Fähigkeit, die die Wissenschaft, der Technik selbst, nicht lösen kann. Betrachten wir Goethes Zauberlehrling. In die Ecke, Besen, Besen, sei’s gewesen. Denn als Geister ruft euch nur, zu diesem Zwecke, erst hervor der alte Meister. Hier haben wir die alte Technik und der Zauberlehrling ist nichts anderes, als die junge Technik. Eines Tages kennt ein Techniker nicht mehr das innere Wesen einer Schraube. Er entwirft sie immer wieder neu in immer neuen Fahrzeugen. Warum? Das beschreibt man kann soviel technisches Wissen anhäufen, wie man will, um etwas Vernünftiges zu produzieren bedarf es unbedingt der Vernunft. Wo wir diese herkriegen, hat Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft deutlich gezeigt. Die Unterschiede innerhalb der verschiedenen Vernunftbegriffe (der mathematischen Naturwissenschaften, der empirischen Vernunft, der metaphysischen Urteile und die Urteile der praktischen Philosophie) können nur in einer Gleichheit und Einheit gemessen werden, und das ist die Vernunft selbst. Profit bleibt übrig nach Abzug seiner sämtlichen Gestehungskosten. Wie man an den vorliegenden Beispielen jedoch sieht, ist es nicht so leicht zu entscheiden auf welche vermeintlichen Kosten, oder sollen wir sagen geistige Leistungen, man verzichten kann. Das Sinnhafte, Trügerische, Vergängliche, jawohl: Dass Dichterische, gehört ins Werk hinein, und wenn wir so wollen, dass allein die Wahrheit übrig bleibt, müsse sie abgezogen werden. Denn so Kant: Das alle Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel. Wenn aber gleich alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anhebt, so entspringt sie darum doch nicht eben alle aus der Erfahrung. Wir erkennen hier, es beginnt mit dem Ursprung. Das heißt danach: Wir werden unsere Technik nicht weiterentwickeln. Es gilt immer wieder von vorne, von Anfang an, mit und in der Sprache, auch in der jeweiligen Fachsprache, neue Techniken zu eröffnen. Wie Goethe redet: Willst du ins Unendliche schreiten, geh nur im Endlichen nach allen Seiten. Eingedenk selbstverständlich der Dichtung die uns diese Sprachen erst, erwiesenermaßen, ermöglicht. Noch lesen wir, und noch drehen sich die Windräder. Dichtung und Technik können wir nicht essen und darauf kommt es letztendlich an. Beides ist noch bezahlbar, aber auf welches können wir am ehesten verzichten? Dichten ist mit Heidegger gesprochen das entwerfende Sagen. Alles, auch der technische Entwurf wird ent-worfen mit der Dichtung. Die Dichtung ist Stiftung. Anstiftung des Streits der Wahrheit. Hölderlin sagte dazu: Schwer verlässt, was nahe dem Ursprung wohnet den Ort. Man darf also nicht vergessen, wo alles herkommt und wie alles zusammenhängt. In einem anderen Zusammenhang thematisiert Celan hier die Wissenschaft (die Chemie) die Kunst natürliche Körper vermittelst Feuer oder anderer in Bestandteile aufzulösen und diese zu neuen Produkten zusammenzusetzen sinngemäß nach dem Lexika. Dies thematisiert er im Gedicht chymisch mit dem Schweigen, als der Sprache der Vergessenen. Nun glaubt aber der Wissenschaftler, davon gehe ich aus, dass er weiß, womit er arbeitet und was er tut. Er weiß, der Gegenstand der Technik ist klar durch Kategorien bestimmt. Doch kennt er die Technik selbst? Er erkennt nur, soviel er selbst beherrscht. Dass er das Nichtbegriffene als sein Nicht-begreifen-können, das Nicht-Erkennen als ein nicht – erkennen - können erkennt, als ein Verstehen seines Nicht-Verstehens ist nur richtig. Grenzen sind fließend. Liegt der Ursprung des Rades in der Technik oder in der Naturwissenschaft? Der Dichter (Celan) hilft ihm die Dinge zur Sprache zu bringen! Was fällt dem Dichter zur Technik ein? Die dichtende Intelligenz treibt das technische Rad und bestimmt dessen Lauf (Zeit) im Lauf des Begreifens und des Verstehens. Es wäre also aus all diesen Gründen wichtig das Dichtung und Technik im Gespräch bleibt. Zurück zur Grundfrage, die hieß: „Mit Celan bewegt man keine Windräder“. Das bewegt die Frage zwischen Dichtung (Geisteswissenschaft) und Technik (Maschinentechnologie) konkret heißt das: Sind Windkrafträder (stellvertretend für alle Technik: Autos etc.) ohne Dichtung möglich? Können sie ohne Dichtung bewegt werden? Laufen? Geplant, angeboten, heißt auch hergestellt, abgesetzt, betätigt, und bewegt werden? Und das alles ohne Dichtung? Sollte das möglich sein? Also konkret: Kann Dichtung Windkraft bewegen? Kommen wir zurück auf diese Grundfrage. Sie ist konkret. Ist es ohne Dichtung möglich eine Windmühle oder ein Windkraftwerk zu betreiben? Es ist eine Frage nach der Technik und die lautet: wie? Dass die Herstellung eines Werks, eines Kunstwerks oder Bauwerks (Tempels), die Frage, das gewissermaßen der Ursprung der Kunst ohne das Dichten nicht möglich ist, das ist (spätestens seit Kant mit der Aufklärung und spätestens seit Heidegger, vom Ursprung des Kunstwerks) geklärt und abgeschlossen., besprochen und durchgearbeitet. Die schaffende Bewahrung im Werk, das kreierende Zeugen, das Aufzeigen und Ent-Werfen ist die Dichtung. Nehmen wir als Beispiel die Herstellung des Tempels, z.B. das Oktogon am Aachener Dom. Hierfür bestellt Kaiser Karl im Jahr 800 Architekten aus Italien. Niemand geht davon aus, dass diese Architekten den Tempel alleine gebaut hätten. Sie haben ent-worfen Zeichnungen erstellt. Den Ursprung her-ge-stellt, einen Auf-riss er-stellt einen Grund-riss. Sie haben mit den erforderlichen Handwerkern erst eine gemeinsame Sprache er-stellt und sich darauf geeinigt, bevor man anfing zu bauen. Es galt nicht das Rätsel zu lösen, wie sich der Bau entwickelt. Es galt das Rätsel zu sehen, gemeinsam zu sehen. Wer den Grund-riss liefert das waren die italienischen Architekten, und wie Dürer sagt: „Wer die Wahrheit heraus kann reißen, der hat sie.“ Diese Wahrheit ist das sich ins Werk setzende Seiende, das Gedicht. Sie stellen das Ent-sprechende erst her! Es beginnt mit der Dichtung. Der Grund-riss lässt die Wahrheit erst ent-springen. Er ist Gründung, Anfang, ist Ursprung. Es ist die schaffende Bewahrung im Werk. Das Ent-Werfen, das Auf-Zeigen, das kreierende Zeugen. Das ist die Dichtung, die schaffende Be-Wahrung, die un-ver-borgenheit, indem sie be-nennt. Die Wahrheit als Dichtung setzt sich ins Werk. Nur hier haben wir das Ur-sprüngliche des Werks. Wenn sie so wollen: des Windkraftwerks! Oder wie Hölderlin es ausdrückt: „Schwer verlässt was nahe dem Ursprung wohnet, den Ort.“ Das Windkraftwerk ist in seiner Schöpfung vor seinem bzw. in seinem geistigen Auf-stellen bereits Dichtung. Nehmen wir ein zweites Beispiel. Jemand spielt vorzüglich auf einer Wasserglasorgel. Er beherrscht diese Technik. Man fragt aber wie? Und dieses man bedeutet einjedes. Hat man bereits begriffen? Verstanden? Hat die Vernunft, das Handeln bereits reflektiert? Die Antwort heißt ja! Es ist bereits die Grundfrage. Die Frage: Wer war zuerst? Die Dichtung oder das Windkraftwerk. Welche Dichtung, welches Windkraftwerk. Welche Henne, welches Ei? Es ist die Frage nach dem Ursprung, dem Anfang, der Begründung. Nach der Verdichtung, dem dichtenden Denken. Dem Zusammenreimen: in der Technik, wie in der Mathematik: eins zu eins. Was und wem nutzt dieses Wasserglasorgelspiel, wenn es ins Leere schallt? Der Musiker musste fragen und sprechen ohne das Er nicht diese Meisterschaft erreichte. Der Zuhörer fragt. Alles beginnt und endet mit Sprechen und Fragen. Ohne Sprechen keine Höhlenmalerei und keine Windkraftwerke. Von der Höhlenmalerei bis zum Windkraftwerk war viel Sprechen, viele Dichtung. Ohne eine Klärung, wann, wieso, warum, wohin, wer bezahlt? Ohne diese Fragen und die dazugehörende Antwort (die Dichtung) kann kein Windrad entstehen, geschweige sich bewegen, und diese Fragen sind wesentlich. Die Lesung von Büchern und das Hören von Vorlesungen sind (ist) eins. Man liest viele Bücher und hört viele Vorlesungen, aber findet man Wissen, Weisheit, Verstand oder gar Vernunft? Die Frage, die man stellen müsste, lautet einfach: wie? Wie kam es dazu, wie hat es angefangen, wie hat mein Vorgänger, Vorfahre das gemacht. Dahinter will ich kommen. Man beginnt irgendwann mit einem Wort. Denkt nach, schreibt es auf, ein zweites Wort, vergleicht, stellt diese Wörter zueinander, gegeneinander, erhält einen Satz, vergleicht die Worte mit einem zweiten Satz: Nur so kommt man weiter. Das ist der Ursprung, daraus entsteht auch die Dichtung. Die sich fügt zu einer Erklärung, einer Beschreibung, einer Darstellung, einem Ent-Wurf. Das Ent-Worfene. Das in die Welt geworfene – heureka. Das ist das Dichterische. Es ist jene Technik, etwas mathematisch-technisches Dar-zu-stellen, Auf-zu-stellen. Wir haben es. Wie es funktioniert. Wir erklären, so funktioniert es. Wir haben eine gemeinsame Sprache. Erstellen den Grund-Riss und fertigen das Werk und beginnen die Dichtung neu. 3. Noch einmal zurück über die Grundfrage: „Bewegt man Windräder mit Dichtung?“ Es ist schwierig und problematisch, auch in der Dichtung, immer wieder neu das Rad zu entwerfen. Auch das Wind-Kraft-Rad. Und irgendwann macht man zwischen all diesen Schritten einen Schnitt. Man Ver-dichtet den Entwurf. So, von hier bis dort, das ist meins und jenes eures. Euer Gedicht oder Windkraftrad, mein Gedicht oder Windkraftrad. Es ist die Zeit etwas dar-zu-stellen, auf-zu-stellen. Ein Denk-mal, ein Windkraftrad, ein Ge-dicht. Aber bewegen!? Bewegen tut’s das Gedicht, und wenn man Glück hat – Ist auch noch etwas Wind, der wenn man noch mehr Glück hat, einem ein Gedicht -zuflüstert! Die Antwort zu der Behauptung: „Mit Celan bewegt man keine Windkrafträder“ ist eine Antwort gegen die logischen Zusammenhänge und eigentlich eine angriffslustige Antwort. Sie ist gleichbedeutend mit der Antwort des Hausherrn an die Hausfrau, sie würde ja nicht das Geld nach Hause bringen oder an seine Kinder das Sie die Füße unter seinen Tisch stellen. Das eine ist, ohne das andere nicht zu haben. Man merkt, wissenschaftlich gesehen sind die Antworten richtig, aber geisteswissenschaftlich, sagen wir dichterisch, gesehen längst unzeitgemäß. „Ohne Dichtung keine Bewegung!“ Um dies auf den Punkt zu bringen. Die Gründe, woher es ist, was es ist, liegen in der Ursache. In einer der vier aristotelischen Ursachen: die Materialursache, die Formalursache, die Wirkursache und die Zweckursache. 1. die Materialursache, causa materialis meint, woraus das Ding besteht; z.B. den Stoff (Stahl und Elektronik ) 2. Die Formalursache, causa formalis bestimmt die Form durch die es wird, was es ist z.B. die Flügel für die Windräder. 3. das woher, als Wirkursache, causa efficiens, durch die Arbeit der Ingenieure und Techniker. Aristoteles beschreibt sie als das Woher des Anfangs der Bewegung und 4. die Ursache um derentwillen das Windrad gebaut wird, die Zweckursache des Worum-Willens die causa finalis, als hierbei die Windenergie aufzufangen. Aristoteles nennt die causa finalis als Leitmodell für die Bestimmung des Ersten Bewegenden „es bewegt den Kosmos wie ein Geliebtes bewegt, insofern es Gegenstand des Verlangens ist und geliebt wird“. Der Herstellungsprozess liegt hierbei sowohl im Herstellenden, dem Techniker, dem Ingenieur wie auch im Gegenstand des Hergestellten, her-zu-stellenden. Hierbei wäre es die „ verlangten „Windräder, um dieses Geliebte, diese Verlangen darauf, als der ersten Bewegung darzustellen (übrigens ist diese erste Bewegung nichts Menschliches, es geht darüber hinaus!). Der Unterschied liegt in der Denkungsart. Platon und Aristoteles sprechen von der Materie (ähnlich Quantenphysik und Relativitätstheorie) von der Dynamis, der Möglichkeit. Demgegenüber die Atomisten die Materie als Wirklichkeit sehen. Das Wahre, das in den Dingen steckt, ist die höchste Wirklichkeit von allem. Zusammengefasst, der einheitliche Grund alle Dinge zu denken. Dies zu formulieren leistet nur die Dichtung. Die Dichtung ist hier nicht der Schöpfer, sie lässt nur das zu Schaffende in die Lichtung treten, selbst was vorher schon von der Möglichkeit her da war. Tritt es durch die Dichtung in die Lichtung, ins Offene, als ursprüngliche Erscheinung. Es ist ein Lernen, oder wie Wittgenstein es sinngemäß ausdrückt: „Das Lernen ist ein Rückerinnern. Wir erinnern uns, dass wir die Worte wirklich auf diese Weise gebraucht haben.“ Könnte man dies nicht auch Dichten nennen? Dichtung als etwas rein Geistiges, Göttliches, Wahnsinniges. Wer könnte sich etwas Wahnsinnigeres als ein Wissenschaftliches (ein wieder-natürliches) Produkt vorstellen (ein Gedicht, ein Windkraftwerk, eine Benutzeranweisung, einen Prospekt z.B.) Die Dichtung ist praktisch der Weg zur Windkraftanlage und zurück zum Ursprung des immer-wieder-neu-Erfindens, des WIE? Der Details. Das Verhältnis und das normative Fundament von Theorie und Praxis. Das ewige Streben nach dem Erkennen, der Funktion, dem Wesen und nicht nur diesem Wissen, sondern von allem Wissen. Dies Nachzuvollziehen kann nicht bewiesen werden wie etwa das 1x1. Es erfordert ein Mitdenken, einen Willen zum Einsatz von reflektierender Einbildungskraft. Das wäre schon der Unterschied zwischen Prosa (einem Prospekt, einem Katalog) und der Dichtung. Aber das wäre ein anderes Thema. Philosophisch gesehen ist Wissenschaft: Einen Stein über das Wasser mehrmals hüpfen lassen. Dichtung ist: unter diesen Stein noch etwas Phantasie zu bringen, bis der Stein abhebt, emporsteigt.

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Celan

Celan

Nicht absurder
Als ein einzelner Mann, Ein-
Geschworener. Immer in aller
Heidenangst der Seele Verirrter
Dem Adrenalin aller Lähmung

Sein Gehirn an-zu-wenden
Etwas loszuwerden, immer
Etwas loszuwerden: Steckschüsse alle
Verloren ohne Schwimm –
Westen fehlte ein Wortfall

Dem Seinen zugesprungen
Von Seinesbrücken
Gedenkmäler steigen aus
Dichtem Wasser aus
Dem sich nichts erledigt






Aachen, 2005-06-26
26.12.2009
© 2005/2009 MANFRED H. FREUDE

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